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   10.11.16 10:00
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Balls to the ZORN

Wie gewohnt blogge ich mal wieder erst nach einem Live-Musik Ereignis - und zwar ganz frisch - gerade zur Tür rein, PC an, bloggen XD

Heute an diesem denkwürdigen Donnerstag sollte es endlich soweit sein, ich sollte Gelegenheit bekommen einen der Helden meiner Kindheit, Udo Dirkschneider, live auf der Bühne erleben zu dürfen.
Möglich machte dies Rebuy - denn dort verscheuerte ich bereitwillig stapelweise Rotz CDs (musikalisch gesehen) und schwupps waren die zwei Karten für meinen Schatz und mich finanziert - und obendrein gabs noch ne feine CD Bestellung bei genannten Verdächtigen

Vorband waren Bloodbound und irgendein Special Guest - oder waren Bloodbound selbst der Special Guest?
Nun, dies sollten wir erst später erfahren.
Die Türen der Hamburger Markthalle öffneten sich um 19 Uhr - also brachen wir (100 km entfernt) zwei Stunden vorher mit dem Auto auf.
Zuvor warfen wir uns in Schale - bei mir war es allerdings eine besonders enge Schale, denn der reichhaltige Konsum von Chips, Schokolade und Malzbier ließ meine Jeans zu einem Fetisch Spielzeug werden, an dem jeder Masochist seine helle Freude haben würde...
Nun denn, wir fuhren los und hatten zwei Stunden Zeit um über Kiel nach Hamburg zu gelangen...
..und kamen eine Stunde zu spät!!!

Schuld daran war nicht zuletzt ein nerviger Stau, sondern die beständige Tatsache, des unterirdisch schlechten Verkehrs System der beschaulichen Hansestadt...
Kleines Extra-Plus (ich meinte natürlich ironisch MINUS) war dann mal wieder die Tatsache, dass Hamburg wie eine Katze ist - Nachts ist alles GRAU.
Man findet NICHTS wieder, kein Gebäude kann als "Erinnerungspunkt" herhalten. und der Stadt scheint es immer noch zu teuer zu sein, den Hauptbahnhof in einem Umkreis von mehr als 50 Metern auch auszuschildern.
Die Markthalle finden ist also jedes mal so, als spiele ein Blinder Wilhelm Tell.

Selbstverständlich meldete sich auch beim passieren des Ortsschildes bereits mein Darmtrakt, und war der Meinung, sich trotz der großen Schoko-farbenen Kreatur die ich vor der Fahrt in die Freiheit entließ, nochmals mit voller Ladung zu melden.
Ich glaube der Typ an der Tanke an der wir hielten grinste so doof weil er WUSSTE, dass es im Klo nur einlagiges Klopapier gab...
Mit tiefem Grummeln und dem festen Wissen, Bloodbound bereits verpasst zu haben, stieg ich unter zwickenden Schmerzen dank meiner inzwischen mit meiner Haut verschmolzenen Jeans wieder ein und die Suche ging weiter da uns der Tankwart auf die Frage "wo gehts von hier zum Hauptbahnhof/Markthalle" nur sagen konnte: "ist kompliziert".

Schatzi brummte mürrisch vor sich her und steuerte den Wagen trotzdem irgendwie in die richtige Richtung, und irgendwann erreichten wir den Hauptbahnhof dann doch...
Nach einigen hin und her Fahrereien fanden wir auch tatsächlich einen Parkplatz, pressten uns aus dem Fahrzeug und stapften angenervt zur Markthalle...
Beinahe unterwegs noch die Tickets im Auto vergessen waren wir wenige Minuten später endlich an der Markthalle.
Nachdem wir die Treppen erklommen hatten, was sich dank meiner "etwas engeren" Jeans für mich anfühlte, als sei ich Robocop, waren wir endlich drin, durchschritten die Tür zum Hauptsaal und gelangten leicht und schnell zur Bühne - zweite Reihe - war aber völlig okay! Und kaum kamen wir zum stehen, da ertönten bereits die ersten Klänge...

BLOODBOUND - MORIA!!!

YEAH!!! Wir hatten es DOCH geschafft - es musste also irgendeinen Special Guest gegeben haben der uns in diesem Moment absolut furzegal war... wir waren nämlich beide damit beschäftigt, uns bei den erhabenen Klängen dieser großartigen Metalhymne ein Freudentränchen zu verdrücken, wurde unsere leidvolle Odyssee doch damit letztlich dennoch belohnt

Bloodbound waren astrein, feuerten all ihre großen Hymnen ohne Auslass ab - von dem erwähnten "Moria" über "In the Name of Metal" bis zu "Metalheads Unite", "Book of the Dead" und "Nosferatu" - und lediglich der Sound klang teils etwas matschig - aber was solls wenn die Stimmung passt
Das Publikum grölte mit, bangte und hob die Pommesgabeln im Takt - so muss das!!!

Dann gab es eine kleine Pause - alles wurde auf der Bühne abgebaut und uns fiel auf, dass ein großes schwarzes Tuch ein Drumkit verbarg.
Hinter mir standen zwei (sorry) Deppen die sich über Running Wild unterhielten - warum Deppen???
Nun: Aussagen wie "Wenn wir sie dann live sehen bin ich nicht böse wenn sie auch alte Songs spielen" oder "Ich finde Running Wild klingen ja schon ein bisschen wie Powerwolf" ließen in mir ein Gefühl aufkommen, welches wohl am ehesten einer Mischung aus "AUA MEIN LEBEN" und "Muahahahahaaaaa" gleich kam.
Eine Cola später ging es dann irgendwann endlich los, und Großmeister Dirkschneider war soweit...
Und ich war verdutzt - denn statt eines epischen Intros, oder ähnlichem, erklangen die Beastie Boys aus dem Off und die "true" Menge johlte den Crossover Klassiker "Fight for your Right to Party" mit...
Hätte man mich in dem Moment von vorn gesehen, hätte ich anstelle eines Gesichtes wohl nur drei Buchstaben gehabt:
W
T
F

Mir fiel aber auf, dass immer während des Songs aus dem Hintergrund ein Instrument zu hören war - etwa ein versteckter Soundcheck???
Und wenn ja - warum zu DEM Song??? XD
What-the-fuck-ever!
Es begann!

UDO und seine Mannen enterten die Bühne und bretterten uns erstmal ihren "Steelhammer" um die Ohren, dass die Fetzen nur so flogen
Nun muss ich dazu berichten - ein guter Freund namens Marvin gab mir gegenüber dereinst seinen Unmut preis über ein UDO konzert - ich glaube ebenfalls in Hamburg - und er ärgerte sich darüber, dass so viele ACCEPT Titel gespielt wurden.
Marvin - heute wärst Du glücklich gewesen - es gab NUR UDO Titel - zumindest im Haupt Set!
Immer recht gleichmäßig wechselten sich aktuelle Titel aus der neuen Scheibe wie "Stay True" und "Never Cross My Way" mit Klassikern ab wie "Trip To Nowhere", Go Back To Hell" und sogar "They Want War".
Auch die neue Hymne "Metal Machine" fehlte nicht und mit "Timebomb" hatte ich auch nicht gerechnet - sehr fein!
Herr Dirkschneider selbst wirkte zwar ein wenig.... schnappatmig, und wischte sich recht oft den offensichtlich brennenden Schweiß aus den Augen, aber seine Leistung stand absolut außer Zweifel!

Dann allerdings geschah das grösste Unglück des Abends - nicht nur dass meine Süße dummerweise zwar die Cam, aber nicht deren Speicherchip mitgenommen hatte, nein - ihr Kreislauf begann plötzlich verrückt zu spielen...
Normalerweise hätte dies den Abbruch bedeutet - und ich wäre nicht mal böse gewesen - denn ich möchte nicht, dass mein Schatz mir zusammenklappt.
Aber da sie wusste dass ich meinen Helden das erste mal Live sah, meinte sie zu mir, dass sie nun raus gehe an die Luft und ich bleiben sollte - sie würde draußen dann warten (im Merch Bereich - nicht GANZ draußen).
Also genoss ich - etwas zerknirscht - das Konzert allein weiter - es gab gerade den Klassiker "Mean Machine" und kaum war meine Süße raus, begab sich UDO hinter die Bühne (vielleicht befand sich ja dort ein Sauerstoffzelt *Scherz*) und es gab erstmal zwei überlange Gitarren - und ein ebenso langes Drum Solo - es ging vielleicht 10 min - fühlte sich aber an wie eine Bonus-Stunde...
Inzwischen fiel mir links von mir eine große, dürre, jüngere und betrunkene Gestalt auf, die wie ein Flummi auf und ab sprang - und mir schwante schon böses...
Dann ging es ENDLICH weiter und ich ahnte ja nicht, was mich noch erwarten sollte...

Irgendwann war das "eigentliche" Konzert beendet und erwartungsgemäß riefen alle nach einer Zugabe - ja - auch ich, denn die Aussage meiner Liebsten auf der Hinfahrt war: "UDO ohne Balls To The Wall wird es nicht geben" und gerade DIESER Song hatte mich ja überhaupt erst auf Accept und dann später eben UDO gebracht!
Den WOLLTE ich einfach live - verdammt!!!
Und was soll ich sagen - unsere Rufe wurden erhört!
Es gab eine Zugabe und zwar:...............................
UDO - HOLY
Ehrm.... okayyy...
Naja die Menge freute es - und vor allem die ausgeflippte Bohnenstange die sich schon seit mein Schatz die Halle verließ vergeblich an mir vorbei zu zwängen versuchte - vorsichtig, aber hartnäckig - war happy as Hell.
Ich frage mich, was es für Manchen an dem kleinen aber bedeutungsschweren Wörtchen "NEIN" nicht zu verstehen gibt...
Nach "Holy" forderte man natürlich MEHR - und das gab es auch - Udo meinte noch "wir kommen nicht dran vorbei" und ich freute mich schon tierisch auf Balls to.... WAS... es gab METAL HEART!
Hmmmm ok auch n cooler Klassiker...
Warum mich das nicht so sehr freute wie ALLE anderen?
Nun, weil unser dürres Metal-Elend (oder einer seiner zahlreichen Kumpels - ich habs nicht so genau überschaut) vor lauter Freude sein Bier so heftig hoch riss, dass ich promt nach Brauerei stank - DANKE, aber duschen wollt ich erst MORGEN!
Sichtlich angefressen und mit grimmigem Blick kämpfte ich gegen die rasende Wut die in mir aufstieg an und bewegte kaum einen Muskel zum gesamten Song.
Doch UDO rettete meine Laune schlagartig indem es nahtlos endlich die Hymne gab, auf die ich den ganzen Abend gehofft hatte!

BALLS TO THE WALL!!!

Es war einfach nur episch und wunder.... moooooment!
Wir dürfen nicht unser überdrehtes Strichmännchen vergessen der es inzwischen sogar ohne dass ich es recht bemerkte geschafft hatte, mich in Reihe drei zu verfrachten.
Am Ende des großartig vorgetragenen Klassikers war es dann soweit - im letzten Drittel - ja - dem BESTEN Drittel des Titels - wollte Mr. Respektlos "Pogen" und begann damit, unkontrolliert Leute anzuspringen.
Seine feinen mitgebrachten Freunde fanden dies natürlich lustig - naja - wie Ratten - alle von selben, dreckigen Schlag halt...
Als ich wiederholt mit einem deutlichen Verneinen suggerierte dass ich.... DAS!!! NICHT!!! WILL!!! wurde es mir echt irgendwann zu bunt und ich stieß meinem neu gewonnenen "Freund" mit dem Ellenbogen in die Rippen!
Mochte er GAR nicht - dabei wollte er doch rempeln, oder???
Seine Reaktion war: Mich erbost anstarren und mir entgegen brüllen "Das hier is´n METAL Konzert - wenn Du in die Oper willst dann GEH in die Oper!!!"
Ich fixierte seine Augen und hielt seinem Blick stand - und rief laut zurück "Wenn Du Trampolin springen willst geh zurück auf deinen Kinderspielplatz!!!"
Bei dem ganzen Gebölke ließ ich niemals meine Augen aus seinem Blick und ich weiß nicht an welcher Stelle er mich falsch verstanden hatte aber er lief rot an und fragte kreischend: "Hast Du mich grad SAU genannt??? HAST DU MICH GRAD SAU GENANNT???!!! Du bist TOT Man alter du bist TOT!!!"
Ich hielt den Blick und begann zu lächeln - mir entglitt nur ein müdes "Nein..." und der halb verhungerte Kampfhund wollte gerade auf mich los, als sich einer seiner Kollegen zwischen uns schob und beschwichtigend auf ihn einredete...
Glück gehabt, Stöckchen!
So musste ich nichts zerbrechen.
Ich tippte dem Kollegen noch auf die schulter und als dieser sich mir kurz zuwandt sah ich ihn entspannt an, hob leicht die Hände und flötete ein "alles cool bei mir" heraus - dann drehte ich mich wieder der Bühne entgegen und ließ alles links von mir, LINKS von mir sein.

Es gab noch eine weitere Zugabe - "I´m A Rebel" und das Teil rockte auch gut - ich sang auch laut mit aber irgendwie war die Stimmung nicht mehr wie zuvor.
Dann allerdings am Ende des Songs tippte mich links jemand an.
Gefasst auf eine Faust in meinem Gesicht spannte ich zwecks "Echo" meine Muskulatur auf "Maximum" an und drehte mich erwartungsvoll zur Seite - da stand mein neuer Freund, hob die Schultern und meinte "Hey sorry wegen vorhin man"... und da mir selbst schon beim Song eben durch den Kopf ging, wie es wohl sei sich vielleicht nach dem Konzert schnell zu versöhnen, hob ich die rechte Hand zum kollegialen Gruß und er schlug ein - danach machten wir noch... öhm wie heißt dieses Faust auf Faust... "Bro-Gruß"? XD
Das halt XD
Und damit war die Sache gegessen.
Dann gab es noch abschließend "Fast as a Shark" und mich amüsierte, wie die Menge am Anfang gute zwei Minuten lang "Heidi Heido Heida" sang OHNE sich verarscht zu fühlen.
Ich tat dank einer leeren Stelle neben mir einen Schritt nach Rechts und so konnte man links von mir halt "rumtoben" - und danach war eh "Aus die Maus".
Auf dem Weg aus der Halle - sehnsüchtig meinem wartenden Schatz entgegen - stupste mich dann mein Freund von hinten an - und ein paar ruhige Worte später war ihm auch komplett verziehen - was solls.
Er (O -Ton "hasst halt Leute die auf Metal Konzerten glauben sie gehen in die Oper" was ich nicht weiter kommentierte... Gut, ich hätte auch fragen können seit wann der Pavarotti so rumschreit, aber naja XD

Und so endete dieser denkwürdige Abend nach einem Besuch beim Merch Stand und dem Kauf eines viel zu engen XXL Bloodbound Shirtes (UDO war uns mit 25 Euro pro Shirt zu teuer - sorry).
Wir bemerkten noch, dass die erste Band wohl "Pike´s Edge" hiess, nach meiner Recherche entdeckte ich, sie machen "Heavy/Groove Metal" was mich erst erschrak - beim reinhören aber ganz passabel klang.

Kommenden Donnerstag geht es wieder in die Verkehrshölle Hamburg - diesmal zu Elvenpath/Skyclad - und noch dazu in einen Schuppen, in dem wir noch nie zuvor waren.
Ich denke wir sollten vier Stunden vor Beginn aufbrechen...
CYA SOON m/
25.10.13 02:24
 



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