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   10.11.16 10:00
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UFOs über Schuby

So, nach langer Zeit ist es mal wieder Zeit etwas zu bloggen - es gab in der Vergangenheit zwar einige denkwürdige Ereignisse, diese waren aber eher trauriger Art, wie zum Beispiel die gesamte Ära unsers Boxerhundes Bronko, die leider sehr traurig zuende ging. Aber hier wollen wir nur fröhliches und nicht in Trauer versumpfen, also zum Thema:

 

Es war der 08 August 2013 und vor einigen Wochen schon erfuhren wir davon, dass unsere Helden von Inner Axis mal wieder live auftreten würden.

Diesmal in einem kleinen, netten Kaff namens Schuby und zwar auf dem sogenannten "Schuby Open Air".

Alles kostenlos und das schon zum dritten mal, nur waren mir die ersten beiden Schuby Open Airs entgangen, was auch an deren Promotion lag, denn ohne den Facebook Eintrag von Inner Axis hätte ich bis heute nichts davon erfahren

 

Das Billing bestand dann ansonsten nur aus Bands die mir (fast) nicht bekannt waren - einzig die schleswiger Thrasher der Band REZET waren mir ein Begriff.

 

Auf dem letzten Metal-Only Radiotreffen erfuhr ich aber - durch meinen schwer sympathischen Kolleden Otto - von einer Band namens B.S.U.R. (Wortspiel: Be As You Are) die Metal mit deutschen Texten spielen, und auch direkt nach Inner Axis auftreten sollten.

Kurz auf deren HP angecheckt und für gut befunden, Kontakt zum Gitarristen Marcus Petersen aufgenommen (um ihn  zu bitten deren CDs mitzubringen zwecks "abkaufen" und schon konnte der muntere Abend beginnen.

 

Auf der gesamten Hinfahrt hatten wir dann einen mit 40 kmh knatternden LKW vor uns, dessen Schuld aber nicht das Tempo war, denn obwohl davon inzwischen NICHTS mehr zu sehen war, hiess es die Strasse sei voller "Rollsplit".

So kamen wir nun also fast zu spät zum heiss ersehnten Auftritt unserer Freunde und Helden,so befürchteten wir es jesenfalls.

 

In Schuby suchten wir dann erstmal in der falschen Richtung da wir eine Einfahrt zu früh einbogen in unserer "Metal-Vorfreude" - aber keine Panik, wir erreichten dann doch noch unser Ziel.

Ein paar neongelb be-westete Dörfler wiesen uns dann freundlich zum "Parkplatz" - einer wilden Wiese oder eher Acker auf dem wir dann irgendwann holprig zum Stehen kamen.

Zu Fuss ging es dann - immer dem Rumpelsound folgend - auf das Gelände.

Dort tummelten sich nicht wenige Leute - es war aber auch nicht "wackenmässig" überlaufen mit Leuten, die dort nicht hin passten.

Auf der Bühne schmetterten RAMPAGE ihre letzten Songs während ich mit meinem Schatz das Gelände erkundete, welches überschaubar war.

Es gab einige Fressbuden, Schmuck - und Merchstände und hinten ein Bierzelt - zumindest sah es so aus^^

 

Als wir die Bühne nach einem grossen Bogen über den Acker (auf dem alles statt fand) erreichten, war die Band schon fertig und der Veranstalter gab einiges zum Besten und stellte eine der Organisatorinnen des ganzen vor, ein kleines knuffiges Omalein, das aber voll zum Metal abging, wie wir später erleben durften.

Einfach wundervoll solche Menschen zu sehen

 

Wir standen nun also direkt vor der etwas erhöhten Stage - vor uns eine Absperrung aus Eisenstangen an die wir alten Menschen uns gemütlich lehnen konnten^^ und dahinter ein Fotograben - links und rechts grimmig dreinblickende Security Schränke.

Es folgte ein angenehm kurzer Soundcheck und schon legten Inner Axis los - wunderbar!

Und auch wenn ich mit meiner Süßen ALLEIN ganz vorne unsere Helden anfeuerte und ihre hymnen lautstark mitsang, liessen wir es uns nicht nehmen das ganze mit Herz und Seele abzufeiern!

Nach drei, vier Songs gesellten sich dann spärlich und zögerlich noch ein paar Leute zu uns. Vom schüchternen Fan über den typischen "ich bin betrunken ich feuer ALLES an Deppen" bis hin zum (und das war das tollste) kleinen Steppke mit Sonnenbrille der fasziniert der Band entgegenstrahlte und völlig begeistert war.

Und da war dann auch dieser Moment wo ich mich sehr alt fühlte, aber im positiven Sinne, denn in dem kleinen Jungen der sich so sehr für die Musik begeisterte, die seit nunmehr mind. 28 Jahren mein Herz erfüllt, erkannte ich doch mich selbst wieder - und fast musste ich mir ein kleines Freudentränchen verdrücken, wusste ich doch dadurch, dass der Metel noch LANGE nicht tot ist!

Irgendwann tippte mir dann überraschenderweise Jemand von hinten auf die Schulter und verwirrt drehte ich mich um.

Mir gegenüber stand ein schlanker älterer Mann mit grauen strähnen im kurzen Haar und Bart und grinste mich verschmitzt an. Es war Marcus von B.S.U.R.  der mir sagte, dass wir nach deren Auftritt an der rechten Seite der Stage warten sollten wegen der CDs.

Sehr nice

Die Jungs von Inner Axis gaben dann noch 4 brandneue Stücke zum Besten die man sich nur sehnlichst endlich auf CD wünschen kann (vor allem der Mitsing Ohrwurm Call Of Steel wurd sicher cool in studiosound klingen) und legten mit der obligatorischen "The Punisher" zugabe ein gutes Finale hin.

 

Mein Schatz und ich blieben an Ort und Stelle stehen und es dauerte auch wirklich nicht allzu lange bis die nächte Band - eben B.S.U.R. - die Bühne enterten.

 Eine Gruppe Männer nahmen ihre Plätze ein, denen ich eher den Schrebergarten nebenan zutrauen würde, statt die Mitgliedschaft in einer coolen Metalband.

Zum Glück haben wir inzwischen auch einen Schrebergarten inzwischen - denn Schrebergärten ROCKEN

Dann ging es los und nach wenigen Akkorden - spätestens mit dem Einsatz des Gesangs - hatte der Song "Legenden" mein Herz erobert!

Endlich eine glaubhafte Heavy Metal Band mit ordentlichem Sound OHNE J.B.O´sches rumgeblödel oder Rammsteineskes Gerede mit rrrolendem RRR.

Sie Coverten dann auch Saxons Klassiker Princess of the Night bravourös gut und die Menge ging voll ab.

Und bei all den "B.S.U.R." Rufen aus der Menge wurde mir das erste mal bewusst, wie es sich anfühlen muss, wenn man als unwissender zum ersten mal auf einem kieler Inner Axis Konzert ist - die hier ja nicht so sehr die Fanbase fanden.

 

Irgendwann trat dann allerdings schon ein kleiner Fremdschämfaktor auf, wenn deren Fans wie von der Tarantel gestochen an der Absperrung rüttelten, so dass man fast aufn Rücken fiel, oder volltrunken in den Fotograben sprangen um von der Security fortgeballert zu werden.

Und dann geschah das gruseligste des Abends.

Meine Süße tippte mich an und als ich sie anschaute, deutete sie mit der Hand links über meinen Kopf in den Himmel.

Ich blickte empor und am leicht dämmrigen Himmel schwebte ein schwarzes "Etwas" dass ich am ehesten mit einer Machine aus "Matrix" vergleichen würde.

Es hatte eine fast dreieckige Form, schien die Grösse eines Fernsehgerätes zu haben und in der Mitte leuchtete ein leicht bedrohlich wirkendes rotes Licht.

Es schwebte leicht aufwärts oder schwankte von links nach rechts, ganz so, als würde es etwas ausspähen.

Waren die Aliens da und würden gleich die betrunkenen B.S.U.R. fans in Flammen aufgehen, tödlich getroffen von ausseridischer Lasertechnologie?

Oder war es einfach ein bizarres Fluggebilde das eine Kamera trug und von irgendwem ferngesteuert wurde?

Einer der betrunkenen Fans gröhlte mich an: "BiÄssJuuAaaaah!" und als ich ihn auf den fliegenden Tod aus einer anderen Dimension hinwies schaute er auch kurz hin und entgegnete:

"Scheissegaaaaal  BIIIIÄÄÄÄSSJUUUUAAAAAAAAAAHHHHH!!!"

Und ich merkte, dass er recht hat.

Also feuerte ich die Band weiter an und hatte weiter meinen Spass! Irgendwann war die schwarze Drone des Grauens dann zum Glück auch verschwunden - vielleicht haben die Metaler ja auch den Untergang der Welt verhindert weil die Aliens sahen "OMG so wie DIE abgehen, die sind uns zu abgefahren!"

Irgendwann reichte uns dann ein Securitymann die beiden heiss ersehnten CDs die wir eigentlich später am Bühnenrand bekommen sollten, was uns erstmal etwas verdutzte.

Naja Zahlung dann eben nachher, dachten wir uns.

 

Dann allerdings war es - wie auf jedem Konzert irgendwie - mal wieder Zeit für das obligatorische Ärgernis.

Der Sänger der Band verliess die Stage und sprang zu uns in den Fotograben um von dort aus "Fear of The Dark" von Iron Maiden zu covern. So bekam ich zwar die Gelegenheit ihm einen freundschaftlichen Handschlag abzuringen, wurde aber kurz darauf von einigen PENETRANTEN weiblichen Individuen gewaltsam nach hinten gedrängt mit deren Worten "Wir sind FANS wir dürfen durch!"

Ich ersparte mir den Aufwand, der Tussi ein "...und ich bin nur ZUFÄLLIG hier oder was?!" reinzudrücken und machte der Trulla Platz, die dann vor mir auf und ab sprang und meinen linken Oberarm mit den Pailletten (!) an ihrer pinken (!!!) Handtasche zerkratzte.

Es war fast ein Glück, dass dies auch gnadenlos der letzte Song der Band war.

Ob die ganzen irren Suffköppe wohl traurig waren, keine Zugabe bekommen zu haben? XD

 

Wir stellten uns also nach diesem Grandiosen Auftritt an den rechten Bühnenrand und wurden irgendwann plötzlich vom Veranstalter des Schuby Open Airs angesprochen.

Wir waren ihm "aufgefallen" bei Inner Axis, weil wir so "voll abgingen". ^^

Ein Lob, welches uns reinging wie Öl

Nach einem kleinen, interessanten Plausch und einer leckeren Krakauer im Brötchen kam dann auch Marcus zu uns, dem wir noch Geld für die CDs geben wollten.

Er wollte aber nichts dafür!!!!

Ein SEHR feiner Zug von ihm und eine grosse Freude natürlich - wir quatschten noch ein wenig nett mit ihm und gingen dann zum Auto zurück, da meine Süße allmählich auch ein wenig Rückenschmerzen bekam. Von Rezet bekamen wir also nichts mehr mit, aber unsere Helden - alte und neue - hatten wir ja erlebt.

 

Daheim las ich dann voller freudiger Erregung auf gute Musik beide B.S.U.R. Alben am Rechner ein, hörte sie an und kann nur sagen: RESTLOS BEGEISTERT! "Legenden", "Drache", "Aggressionen" und "Heavy Metal" sind JETZT schon dauerbrenner in meinem Player

Es war also im Grossen und Ganzen mal wieder ein wunderbarer und sehr ereignisreicher Metal-Abend!

Danke an das Schuby Open Air, Inner Axis und vor allem B.S.U.R. für dieses neue Kapitel Metalgeschichte

11.8.13 02:03
 



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